Deutschland ab 75 EUR keine Versandkosten
bis 14.00 Uhr bezahlt, gleich im Versand*
Expresslieferung möglich
Beratung: 0341 / 23 40 63 00

Mit Tellerkopfschrauben Arbeit und Material sparen

Du willst eine Pergola bauen? Klar, das ist eine gute Idee, wenn man trockenen Fußes die Garage betreten will. Ich weiß, eigentlich ist die Pergola nach oben offen, aber mit etwas Plexiglas als Dach sieht die Pergola auch gut aus, vor allem, wenn man es schön mit einigen Pflanzen berankt. Oder Du bist noch gar nicht soweit, sondern möchtest erst den Carport fertig haben? Auch gut, aber in jedem Fall benötigst du Material und Zubehör, dass die verschiedenen Holzelemente sicher und fest miteinander verbindet. Wir hatten ja im letzten Blogbeitrag schon einiges über die Schwerlastwinkel erzählt, die man für solche Zwecke gut brauchen kann. In vielen Fällen kann man die Schwerlastwinkel auch unterstützen oder sogar ganz ersetzen. Heute geht es daher um die besten Schraubverbindungen für solch ein Vorhaben.

Hast Du schon von den Tellerkopfschrauben gehört?

Wie immer im handwerklichen Bereich kennt man die Tellerkopfschrauben unter verschiedenen Bezeichnungen. Man kennt sie auch als Sparrenschrauben oder Konstruktionsschrauben. In der Umgangssprache auf dem Bau oder unter Handwerkern werden sie häufig Ingenieursnagel genannt. Damit deutet sich schon an, für welche Zwecke sie sich besonders gut eignen.

 

Die Eigenschaften der Tellerkopfschrauben

Tellerkopfschrauben oder eben Sparrenschrauben haben besondere Eigenschaften, die es ihnen ermöglichen, Holzteile mit großer Zugkraft eng und fest miteinander zu verbinden. Diese Eigenschaften erfordern bei der Herstellung einen größeren Aufwand, deswegen sind die Tellerkopfschrauben auch nicht gerade billig. Aber man kann sich felsenfest auf sie verlassen, sie erleichtern die Arbeit, und man kann mit ein paar von ihnen eine größere Menge anderer Schrauben einfach einsparen. Hier kommen die Eigenschaften, die sich zwar zum Teil auch bei anderen Schrauben finden lassen, aber in dieser Verbindung eben nur bei den Tellerkopfschrauben auftreten.

Die Größen der Tellerkopfschrauben

sind meist ziemlich lange, aber eher dünne Schrauben. Zwar gibt es sie auch in 10mm Durchmesser, aber das sind dann schon richtige Kawenzmänner, für die man richtig gutes Gerät zum Eindrehen braucht. Eine typische Tellerkopfschraube hat z.B. 6 x 120 mm, aber es gibt auch Größen bis zu 10 x 300 mm. Damit kann man die Schrauben sehr weit ins Holz treiben und so eine starke Verbindung schaffen.

Die Form der Tellerkopfschrauben

Man kann die Tellerkopfschrauben immer gleich an ihrem flachen Teller an der Kopfspitze erkennen. Er ist natürlich rund und nur wenige Millimeter stark. Dennoch ist dieser Teller sehr gut mit der Schraube verbunden, da reißt so schnell nichts ab. Der Teller bewirkt für die Schrauben das gleiche wie eine Unterlegscheibe. Er vergrößert die Auflage auf dem Holz. Damit kann die Schraube sehr fest angezogen werden, auch schon deswegen, weil der Teller stabiler ist als die meisten Unterlegscheiben. Dazu lässt sich der Tellerkopf recht leicht in die Oberfläche des Holzes versenken oder schließt fast plan mit der Oberfläche ab. Das sieht nicht nur gut aus, sondern schützt auch vor Verletzungen.

Der Antrieb der Tellerkopfschrauben

Zwar gibt es die Tellerkopfschrauben auch mit einem ganz normalen Kreuzschlitz-Antrieb, aber davon sollte man die Finger lassen. Du hast ja sicher schon vom Torxantrieb gehört. Das ist eine pfiffige Sache. Dieser patentierte und mit dem Namen geschützte Antrieb hat die Form einer rundlichen Vertiefung im Schraubenkopf, in die sechs kleine Kerben eingearbeitet sind. Daher nennt man den Torxantrieb bei den Tellerkopfschrauben auch Sechsrundantrieb. Die speziellen Bits dafür sind relativ flach, aber passen exakt in die Torxöffnung. Die Verbindung aus rund und eckig erlaubt eine sehr hohe Kraftübertragung und damit ein sehr hohes Drehmoment. In Verbindung mit dem Tellerkopf ergibt das eine perfekte Haltbarkeit.

Das Gewinde der Tellerkopfschrauben

Die Tellerkopfschrauben haben ein spezielles Gewinde, das einerseits ziemlich breit im Verhältnis zur Schraubenstärke ist, zum Zweiten einen relativ großen Abstand zwischen den Windungen aufweist und zum Dritten sehr scharfe Kanten hat. Damit gräbt sich die Tellerkopfschraube leichter ins Holz hinein. Das wird aber noch unterstützt.

Der Bohrkopf mit der Schneidkerbe und dem Schaftfräser

Wenn man viele Schrauben zu setzen hat, will man nicht unbedingt mühsam vorbohren. Die Tellerkopfschrauben verfügen über eine speziell dafür geeignete Spitze. Eine Kerbe in der Spitze lässt die beim Eindrehen entstehenden Späne des Holzes nach hinten durch und verhindert so, dass sich das Holz durch den Druck spaltet. Der Schaftfräser dagegen sorgt mit leicht schräg gestellten Fräsrippen dafür, dass schon die Spitze der Schraube ein relativ breites Loch erzeugt, in das der Schraubkörper mit weniger Kraftaufwand eingedreht werden kann. In Verbindung mit dem Schneidgewinde kann man so viel tiefer ins Holz vordringen als mit normalen Holzschrauben. Aber es ist klar, dass Du diese Technik jedenfalls ein paar Mal probieren solltest, bevor Du wirklich damit Deine Holzteile verbindest.

Das Material der Tellerkopfschrauben

Die Tellerkopfschrauben müssen viel aushalten und ihre Bauform, Stabilität und Haltbarkeit müssen gewährleistet sein. Deshalb gibt es wie für viele tragende Elemente im Baugewerbe offizielle Zulassungsregeln oder Zertifizierungen. Darauf solltest Du unbedingt achten. Wenn eine Schraube eine ETA-Zulassung hat, ist sie geprüft und man kann sich darauf verlassen. Es gibt die Tellerkopfschrauben aus verzinktem Stahl und aus Edelstahl. Der galvanisch verzinkte Stahl ist schon recht sicher, aber die Verzinkung allein schützt nicht ewig vor der Korrosion vor allem in Feuchträumen oder an der Küste. Der Edelstahl ist da sicherer, aber diese Schrauben sind nicht nur teuer, sonder auch etwas weicher und daher für manche Belastungen ungeeignet. Beim EisenRon findest Du eine dritte Variante. Unsere Tellerkopfschrauben sind zusätzlich passiviert. Das ist ein Fachausdruck aus der Materialtechnik und meint einen speziellen Überzug aus Chrom oder einem ähnlichen Edelmetall. Man erkennt die Passivierung am bläulichen Schimmer. Die oberste Schicht der Schraube reagiert zwar mit dem Sauerstoff, aber in dieser Verbindung ist er dann so gesättigt, dass er dann sozusagen passiv wird und nicht weiter vordringt. So hast Du eine ideale Mischung aus Härte und Korrosionsbeständigkeit.

Also nimm lieber ein paar gute Tellerkopfschrauben als eine Menge der normalen Senkkopfschrauben. Natürlich gilt auch hier, dass Du im Zweifelsfall einen fachmännischen Rat brauchst. Hier können wir immer nur allgemeine Hinweise liefer, da wir ja nicht bei Dir auf der Baustelle sind. Wir wünschen Dir in jedem Fall viel Spaß und Erfolg mit Deinem Bauvorhaben!

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.